So funktioniert Wattstunden (Wh) und mAh
Ein Akku speichert Energie. Die Einheit dafür ist die Wattstunde. Hersteller geben die Kapazität häufig in Milliamperestunden an, was Ladungsmenge beschreibt. Erst mit der Nennspannung wird daraus Energie: Wh ergibt sich aus mAh multipliziert mit der Spannung in Volt und geteilt durch 1000. Ein Akku mit hoher mAh-Zahl bei niedriger Spannung kann weniger Energie speichern als einer mit niedrigerer mAh-Zahl bei höherer Spannung.
Deshalb taugt ein reiner mAh-Vergleich nur zwischen Akkus gleicher Spannung. Bei Werkzeug-, Garten- und Reinigungsgeräten variiert die Spannung stark. Auch die Wattstunden sind noch keine Laufzeit. Wie lange ein Gerät arbeitet, hängt vom Verbrauch ab, vom Betriebsmodus, vom Untergrund und vom Alter des Akkus. Außerdem ist die nutzbare Kapazität etwas kleiner als der Nennwert, und sie sinkt mit der Zahl der Ladezyklen. Rechne deshalb bei Laufzeitangaben immer mit Abweichungen im Alltag.
Darauf achten wir
Meist nennt das Datenblatt nur eine der beiden Größen. Steht dort allein mAh, suche die Nennspannung und rechne um, oder vergleiche gleich in Wh. Laufzeitangaben der Hersteller gelten für bestimmte Modi und Bedingungen. In Praxistests steht zur Laufzeit deshalb immer der Rahmen dabei, also Modus, Fläche oder Untergrund, damit du sie auf deinen Alltag übertragen kannst.
Häufige Fragen
Wie rechne ich mAh in Wh um?
Multipliziere die Kapazität in mAh mit der Nennspannung in Volt und teile das Ergebnis durch 1000. So erhältst du die gespeicherte Energie in Wattstunden und kannst Akkus unterschiedlicher Spannung vergleichen.
Sagt die Akkukapazität etwas über die Laufzeit?
Nur zusammen mit dem Verbrauch. Betriebsmodus, Untergrund, Temperatur und Alter des Akkus beeinflussen, wie lange ein Gerät läuft. Eine Laufzeitangabe ohne genannte Bedingungen ist deshalb nur ein grober Anhaltspunkt.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion testbericht1 · Fehler gefunden? Korrektur melden