Glossar · Haushalt & Reinigung

Relative Luftfeuchtigkeit

Relative Luftfeuchtigkeit gibt in Prozent an, wie viel Wasserdampf die Luft im Verhältnis zu der Menge enthält, die sie bei der aktuellen Temperatur höchstens aufnehmen kann. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte, deshalb ändert sich der Wert mit der Temperatur, auch wenn kein Wasser hinzukommt.

So funktioniert Relative Luftfeuchtigkeit

Luft kann Wasserdampf nur bis zu einer Grenze aufnehmen, die mit der Temperatur steigt. Die relative Feuchte setzt den tatsächlichen Gehalt ins Verhältnis zu dieser Grenze. Kühlt Luft ab, steigt die relative Feuchte, obwohl die Wassermenge gleich bleibt. Wird die Grenze erreicht, kondensiert Wasser, etwa an kalten Fensterscheiben oder Wänden. Gemessen wird der Wert mit einem Hygrometer.

Davon zu unterscheiden ist die absolute Feuchte, die Wasserdampf in Gramm pro Kubikmeter beschreibt. Beim Lüften zeigt sich der Unterschied: Kalte Außenluft hat oft hohe relative, aber geringe absolute Feuchte. Nach dem Erwärmen im Raum fällt die relative Feuchte deutlich. Zudem ist die Messung nicht überall im Raum gleich. Ein Hygrometer in Wandnähe oder neben einer Heizung zeigt andere Werte als in der Raummitte. Geräte wie Luftentfeuchter, Luftbefeuchter oder Trockner arbeiten genau an diesem Zusammenhang.

Darauf achten wir

Der Wert taucht bei Luftentfeuchtern, Luftbefeuchtern und Wetterstationen auf, oft mit Messtoleranz. Bei Einordnungen prüft testbericht1.de, ob Sensor und Anzeige eine Toleranz nennen, wie sich ein Gerät bei verschiedenen Temperaturen verhält und unter welchen Bedingungen Angaben wie die Entfeuchtungsleistung gelten. Zielwerte für Wohnräume nennt die Redaktion nur mit Verweis auf offizielle Stellen wie das Umweltbundesamt.

Weiterführende Quelle: Umweltbundesamt: Schimmel

Häufige Fragen

Was bedeutet relative Luftfeuchtigkeit?

Sie zeigt in Prozent, wie viel Wasserdampf in der Luft ist, verglichen mit dem Höchstwert bei der aktuellen Temperatur. Weil warme Luft mehr Wasserdampf halten kann, hängt der Wert stark von der Temperatur ab.

Warum steigt die Luftfeuchtigkeit, wenn es kälter wird?

Kältere Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen. Bleibt die Wassermenge gleich, rückt sie näher an diese Grenze, und der Prozentwert steigt. Erreicht die Luft die Grenze, schlägt sich Wasser als Kondensat nieder.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion testbericht1 · Fehler gefunden? Korrektur melden