So funktioniert LiDAR-Navigation
Auf dem Gehäuse sitzt meist ein kleiner Turm, in dem ein Laser rotiert. Er sendet Lichtimpulse aus und misst, wie lange sie von Hindernissen zurückkommen. Aus vielen Messpunkten entsteht ein Grundriss, in dem der Roboter seine Position bestimmt. Dieses gleichzeitige Kartieren und Orten heißt SLAM. Weil der Laser eigenes Licht nutzt, funktioniert das Verfahren unabhängig von der Beleuchtung im Raum.
Missverständnisse betreffen vor allem Hindernisse. Der Laser erfasst nur eine waagerechte Ebene in seiner Höhe. Niedrige Gegenstände wie Kabel oder Socken liegen darunter und werden oft von zusätzlichen Sensoren oder Kameras erkannt. Spiegelnde, durchsichtige oder sehr dunkle Flächen können die Messung stören. Außerdem erhöht der Turm das Gerät und kann das Fahren unter niedrigen Möbeln einschränken. Abzugrenzen ist die Navigation mit Kamera, die Bilder statt Laserpunkten auswertet. Praktisch wichtig ist deshalb, wie das Gerät mit ungewohnten Situationen umgeht.
Darauf achten wir
Hinweise wie „LiDAR“, „Laser-Navigation“ oder „LDS“ stehen im Datenblatt, daneben oft Angaben zu zusätzlichen Hindernissensoren. In Berichten kommt es darauf an, wie genau die Karte ist, wie sich das Gerät unter Möbeln verhält und wie es mit Kabeln und Spiegelflächen umgeht. Auch Sperrzonen in der App sollten nachvollziehbar funktionieren. Das Verfahren ist ein Kriterium, die Beobachtung im Alltag bleibt entscheidend.
Häufige Fragen
Was ist LiDAR bei Saugrobotern?
Ein Laser-Entfernungsmesser, der sich dreht und die Umgebung abtastet. Aus den Messwerten erstellt der Roboter eine Karte, bestimmt seinen Standort und plant seine Fahrwege durch die Wohnung.
Funktioniert LiDAR im Dunkeln?
Ja, denn der Laser bringt sein eigenes Licht mit und braucht keine Raumbeleuchtung. Probleme können dagegen stark spiegelnde oder durchsichtige Flächen bereiten, die den Laserstrahl ungewöhnlich zurückwerfen.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion testbericht1 · Fehler gefunden? Korrektur melden